Philipp A. Müller
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IT Architecture Consulting
Software-Engineering: Software-Qualität & Resilience-Engineering
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Systematische Analyse und Prozessverbesserung

Softwarequalität wird zunehmend mehr situativ, kontextabhängig und soziotechnisch verstanden (IEEE Software und Empirical Software Engineering), auch da Fehlfunktionen in industriellen Systemen häufig nicht auf einzelne technische Defekte zurückzuführen sind, sondern auf Wechselwirkungen zwischen Architekturentscheidungen, Entwicklungsprozesse und Nutzungskontexte.

Mit dem Ziel die Leistungsfähigkeit und Qualität zu verbessern, lassen sich Steuerungsinstrumente zur Evaluation von Softwaresystemen und Entwicklungsprozessen nutzen, die sich an drei elementaren Eigenschaften orientieren; diese sind: (a) die Vermeidung von Fehlerzuständen, (b) die Reaktion auf Fehlerzustände und der Erhalt elementarer Systemfunktionen sowie (c) die Wiederherstellung des Zielzustands, einschliesslich Lessons-Learned-Aktivitäten. Dieser Ansatz geht über eine Verbesserung der Zuverlässigkeit durch Fehlerbehebung hinaus.

Steigerung der Leistungsfähigkeit durch qualitative Maßnahmen

Softwaresysteme und Entwicklungsprozesse:

Die Evaluation als Audit-Prozess, ist die Möglichkeit Architektur- und Entwicklungspraktiken systematisch zu bewerten. Sie umfasst Softwaresystemen und Prozesse und basiert auf objektiven Standards (siehe Vetting).

Die Ergebnisse liefern eine objektive Grundlage für Investitionen. Sie adressieren den wirtschaftlichen Nutzen sowie Risiken und zeigen organisatorische Anhaltspunkte bezüglich des soziotechnischen Potenzials. Die Technical Debt Analyse ist eine besondere Form der Evaluation und ermöglicht es technische Versäumnisse systematisch zu identifizieren, zu quantifizieren und zu priorisieren.

Analyse organisationaler Elemente:

Software entsteht nicht im luftleeren Raum; es braucht organisatorische Strukturen und menschliche Interaktion. Erhöhte Komplexität, häufige Fehler und Fehlerzustände, eine langsamer werdende Entwicklung sind Symptome für eine sinkenden Leistungsfähigkeit der Organisation.

Durch die Ergebnisse der Analyse sozio-technischer Faktoren lassen sich Maßnahmen zur Stärkung der organisatorischen Leistungsfähigkeit und zur Steigerung der Qualität identifizieren, priorisieren und etablieren; somit lassen sich Risiken reduzieren. Qualität ist daher ein relevanter Aspekt zur Mitigation von Risiken.

 

Philipp A. Müller
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