Philipp A. Müller, M.Sc., M.Sc.
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Software-Engineering: Software-Qualität & Resilience-Engineering
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Systematische Analysen

Softwarequalität ist dynamisch und das Resultat aktiver Steuerung. Um Qualität, Stabilität und Leistungsfähigkeit systematisch zu erhöhen, werden Steuerungsinstrumente und -methoden ständig weiterentwickelt.

Eine systematische Analysen ist die Systemevaluation entsprechend der NIST SP 800-160. Sie orientiert sich an den funktionalen Mechanismen und damit an drei elementaren Eigenschaften: Prävention, Reaktion (Anpassung und Aufrechterhaltung) sowie Wiederherstellung (Restoration und Evolution). Aus funktionalen Perspektive ergeben sich daraus die Aktivitäten (1) Vermeidung von Fehlerzuständen, (2) Reaktion auf Fehlerzustände und der Erhalt elementarer Systemfunktionen sowie (3) Wiederherstellung des Zielzustands, einschliesslich notwendiger Lessons-Learned-Aktivitäten. Dieser Ansatz geht über eine Verbesserung der Zuverlässigkeit (Reliability, ISO/IEC 25010) durch Fehlervermeidung und -behebung hinaus und schließt organisationale Aspekte ein (siehe System-Resilienz im Software-Engineering).

Steigerung der Leistungsfähigkeit durch qualitative Maßnahmen

Softwaresysteme und Entwicklungsprozesse:

Die Evaluation ist ein Audit-Prozess für die Entwicklung von Softwaresystemen, der auf objektiven Standard, wie beispielsweise NIST SP 800-160 basiert. Die Ergebnisse liefern eine objektive Grundlage für Investitionen. Der Audit-Prozess ist auch für kleineren Organisationen geeignet, um Architektur- und Entwicklungspraktiken systematisch zu bewerten und Effekte in Bezug auf die Riskiko-Mitigation zu erzielen.

Analyse organisationaler Elemente:

Software entsteht nicht im luftleeren Raum; es braucht organisatorische Strukturen und menschliche Interaktion. Erhöhte Komplexität, häufige Fehler und Fehlerzustände zur Laufzeit, eine langsamer werdende Entwicklung sind Symptome für eine sinkenden Leistungsfähigkeit der Organisation. Team, Arbeitskultur, Management sowie individuelle Erwartungshaltung und das situative Umfeld sind die wesentlichen Herausforderungen moderner Organisationen. Das dynamisches und multidimensionale Konstrukt Situation rückt damit in den Blickpunkt.

 

Philipp A. Müller, M.Sc., M.Sc.
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