Systematische Analyse und Prozessverbesserung
Fehlfunktionen in industriellen Systemen sind häufig nicht auf einzelne technische Defekte zurückzuführen.
Ein signifikanter Anteil geht auf Wechselwirkungen zwischen Architekturentscheidungen, Entwicklungsprozess und Nutzungskontext zurück.
Damit wird in kritischen Systemkontexten ein weitergehendes Qualitätsverständnis gefordert.
Dieses berücksichtigt situative, kontextabhängige und soziotechnische Aspekte
und baut auf der traditionell normativ geprägten Perspektive (ISO/IEC 25000) auf.
Mit dem Ziel die Leistungsfähigkeit und Qualität zu verbessern,
lassen sich Steuerungsinstrumente zur Evaluation von Softwaresystemen und Entwicklungsprozessen nutzen,
die sich an drei elementaren Eigenschaften orientieren; diese sind:
Prävention, Reaktion (Anpassung und Aufrechterhaltung), Wiederherstellung (Restoration und Evolution).
In einer systematisch funktionalen Sichtweise folgen daraus die Aktivitäten
(1) die Vermeidung von Fehlerzuständen,
(2) die Reaktion auf Fehlerzustände und der Erhalt elementarer Systemfunktionen sowie
(3) die Wiederherstellung des Zielzustands, einschliesslich Lessons-Learned-Aktivitäten.
Dieser Ansatz geht über eine Verbesserung der Zuverlässigkeit durch Fehlerbehebung hinaus ().
Steigerung der Leistungsfähigkeit durch qualitative Maßnahmen
Softwaresysteme und Entwicklungsprozesse:
Die Evaluation (Audit-Prozess) bietet die Möglichkeit
auch kleinere, ressourcenschwache Organisationen
beim besseren Schutz von Information zu unterstützen,
indem Architektur- und Entwicklungspraktiken systematisch bewertet werden.
Der Audit-Prozess umfasst Softwaresystemen und Prozesse und
basiert auf objektiven Standards (NIST SP 800-171).
Die Ergebnisse liefern eine objektive Grundlage für Investitionen,
sie adressieren den wirtschaftlichen Nutzen sowie Risiken.
Analyse organisationaler Elemente:
Software entsteht nicht im luftleeren Raum; es braucht organisatorische Strukturen und menschliche Interaktion.
Erhöhte Komplexität, häufige Fehler und Fehlerzustände, eine langsamer werdende Entwicklung
sind Symptome für eine sinkenden Leistungsfähigkeit der Organisation.
Durch die Ergebnisse der Analyse sozio-technischer Faktoren
lassen sich Maßnahmen zur Stärkung der organisatorischen Leistungsfähigkeit und
zur Steigerung der Qualität identifizieren, priorisieren und etablieren;
somit lassen sich Risiken reduzieren.
Qualität ist daher ein relevanter Aspekt zur .